Posted by: jedermannteamjenatec | May 1, 2010

Tour d´ Energie Göttingen 2010

Der erste Höhepunkt vor der Tour de Energie war am Wochenende vor dem Rennen. Mit den Kollegen vom Tuspo Weende habe ich Sa und SO auf dem Kurs trainiert und wir haben uns nicht geschont. Bei strahlendem Sonnenschein sind wir die beiden Ansteige mehrfach gefahren und haben den ein odere anderen Schabernack miteinander getrieben. Ich kann sagen, dass ich an diesem Wochenende mehr Fahrer auf der Runde getroffen habe, als im ganzen Winter und Frühling. Die Anziehungskraft der Tour wirkt. Am Sa vor dem Rennen konnte ich mich irgendwie nicht so recht aufraffen, die Erholung steckte mir in den Knochen und ich war müde. So fiel die Vorbelastung mäßig aus, was sich noch rächen sollte. Während das Prologzeitfahren zur Tour lief, holte ich die Startunterlagen ab, die ich in der Woche noch mit gepackt hatte und genoss noch den Abend mit dem immer noch behinderten Winkemädchen. Am nächsten Morgen war aufgrund der entspannten Startzeit alles easy und sogar das Treffen mit Robert und Frank hat in den Menschenmassen geklappt. Wir starteten aus Block B und schon in der neutralisierten Anfangsphase gab es einen deutlichen Drang vieler Fahrer nach vorn. Hätte ich dem doch auch nachgegeben. Als es scharf los ging, überholte ich zwar ununterbrochen, allerdings kam ich nicht aus dem Mittelfeld heraus. Mein Puls war schon im roten Bereich, jetzt fehlte offensichtlich die Vorbelastung. Am ersten Berg, der sich sanft aber lang hinzieht, musst ich mir schon wehtun, um weiter am Feld vorbeizufahren. So hatte ich mir das Rennen nach der harten Vorbereitung nicht vorgestellt. Gruppen entstanden und zerfielen und die Spitze enteilte am Horizont. Mist! Als wir Hannover Münden erreichten, habe ich gemacht, was ich immer tue – organisiert. So sammelten wir die nächste Gruppe bald auf, dann aber stockte der Zug. Es fuhren nur noch 4 Mann in der Führung und als ich beim Wechsel nach hinten schaue, bin ich 10 Meter vor dem Feld. 300 Meter vor uns war die nächste große Gruppe, die ich unbedingt noch erreichen wollte. Also habe ich das Herz in die Hand genommen und in Zeitfahrmanier die Verfolgung allein aufgenommen. Nahe am Maximalpuls und mit schmerzenden Beinen musste ich allerdings in Hemeln einsehen, dass das ein Fehler war und ich meine Kraft ganz umsonst verschossen hatte. Als der Anstieg begann, fehlten noch 30 Meter. Mist. Ich wurde von der Gruppe, der ich enteilt war, eingeholt und hatte große Mühe, das Tempo mitzufahren. Ich war blau bis unter den Rand. Mit einem Kraftakt erreichte ich einen goldgelben Univegafahrer am Scheitelpunkt des Berges und bald waren wir wieder eine kleine, aber uneinige Gruppe, die ich dann bald wieder nach vorn verließ. Aber es nützte alles nichts. Blau bleibt blau und vor dem hohen Hagen hatte ich keine Möglichkeit mehr, mich zu erholen. Mist! In der Abfahrt konnte ich zwar einige Fahrer wieder ein- und überholen, allerdings war mir dies dann schon egal. Trotzdem steckte ich nicht auf und fand einen Mitstreiter von Roeltgen, der aber auch bald entnervt aufgab, weil die kleine Gruppe einfach nicht laufen wollte. Ich bin dann mit anderen Hobbysportlern und nahe vor einem Krampf bis nach Göttingen gefahren, habe dafür gesorgt, dass wir keinen mehr verlieren und habe auf einen packenden Sprint um Platz 500 oder so gehofft. Als wir auf die Bürgerstraße einbogen und ich die Zielgerade mit den tausenden Leuten gesehen habe und vor allem den Jubel hörte, konnte ich es mir nicht verkneifen, meine Kameraden abzuhängen um allein ein schönes Zielfoto zu bekommen. Zum Schluss wurde es dann Platz 145 oder so, ich weiß es nicht genau. Ist auch wirklich egal. War ein super gutes Rennen, ganz tolle Strecke, die Abfahrten haben wegen meiner Ortskenntnis nur gerockt(Hohen Hagen runter nur Vollgas!) und vor allem keine Rückenschmerzen. Dass ich mich persönlich so deutlich stärker eingeschätzt habe, hat mich schon verwundert. Aber egal, von der Spitze war ich so weit entfernt, dass man dafür keine Ausreden suchen muss. Tolles Rennen, Wahnsinns Stimmung! Robert glänzte im Gegensatz zu mir mit dem 39 Platz und das ist einfach nur Super!!! Frank hat noch ein wengi Formrückstand und rollte im Mittelfeld ein.

Posted by: jedermannteamjenatec | April 14, 2010

Die drei Stooges beim Radrennen in Klöden

Das erste Radrennen der Saison führt die Fahrer des Jedermannteams Jenatec in die schönen Auen der Elbwiesen bei Klöden. Auf der Fahrt schon grüßten uns die Störche von den Strommasten und in manchem Ort meinte man sich in die DDR zurückversetzt. Der Start des Rennens in Klöden allerdings war von so satten grünen Wiesen und einem idyllischen Wald umgeben, dass man sich glatt im Auenland wähnt. Ein Blick auf die Füße unserer Mitstreiter zeigte aber keine starke Behaarung, so dass dies wohl eine Tauschung war. Das recht überschaubare Starterfeld war geprägt von monströsen Oberschenkeln und fein ziselierten Waden, die eingeölt in der Sonne glänzten. Schon der Anblick versprach Schmerzen.

Die 72 km Runde wurde mit einem strammen Startsprint durch Univega eröffnet, der aber bald in eine kontrollierte aber flotte Fahrt überging. In jeder Runde bog das Feld von einer Landstraße auf einen schmalen Wirtschaftsweg ein, wer also seine Position vorher nicht gefunden hatte, konnte dort kaum noch Plätze gutmachen. Es herrschte recht starker Wind, so dass auch das Suchen von Windschatten enorm wichtig war. Tim und ich fanden uns bald am Ende des Feldes wieder. Zwar stimmt die Form, aber der Kopf fand es doch noch zu eng im Feld. Doch schon in der zweiten Runde waren die blau weiß gelben Trikots weiter vor zu sehen, um den Antritten und Tempoverschärfungen folgen zu können. Für mich endete das Rennen leider mit einem Knall. Ein Durchschlag am Hinterrad zwang mich an die Seite. Durch die freundliche Hilfe von Fotografen an der Strecke konnte ich den Schaden zwar reparieren, das Feld da aber schon zwei Runden weiter. Vielleicht sollte man doch nicht mit einem geschenkten billigen Trainingsreifen Rennen fahren. Da die Moral ungebrochen war, fuhr ich hinter dem Feld her. Tim schloss sich mir an, er hatte den Anschluss verloren, als er auf mich wartete. Die Auswertung der Pulsdaten sagt, dass wir von dem Zeitpunkt an den Laktatbereich kam mehr verlassen haben. Auch unseren beiden älteren Begleitern, die wir aufgegabelt hatten, sah man das nach und nach immer mehr an. Warum allerdings alle außer mir(mit halbplattem Hinterreifen) ihre Fahrräder um die Kurve trugen, habe ich nicht verstanden. Auf unserer lustigen, wenn auch vollkommen sinnlosen Verfolgungsjagd trafen wir auch Daniel, unseren dritten Mann, der in seinem ersten richtigen Jedermannrennen(also in einem Rennen mit Univega, Levrier ect) vom Tempo vollkommen überrollt wurde und bald aufgeben musste. Das bringt mich durchaus zu der Frage, wo in Klöden die Jedermänner eigentlich waren. Es ist verständlich, dass die Veranstalter keine Hobbyrennen mehr ausrichten, wenn sie mit Jedermannveranstaltungen  die ganzen guten(und wie!) Sportler anziehen. Dem Radsport selbst wird damit meiner Meinung kein Gefallen getan, denn ein Hobbyfahrer wird sich nach einem Rennen wie Klöden sicher zweimal überlegen, ob er sich das noch mal antut.

Damit auch der dritte Stooge noch seinen Auftritt hat, musste auch Tim gegen Ende des Rennens mit Schmerzen in den Beinen aussteigen.

So kann man bilanzieren: sportlich ein Totalreinfall, landschaftlich eine Entdeckung und im Ganzen ein super schöner Tag! Denn wenn man gegen die orange, grüne, graue Macht fährt, dann sollte man den Spaß am Radsport nicht in Platzierungen messen, sonst wird es ganz bitter. An diesem Punkt möchte ich mich Franco Loreck anschließen, der darauf hinwies, dass bei einem solchen Rennen nicht jedes Risiko eingegangen werden muss. Ich habe den Zielsprint direkt von der Seite gesehen und ich bin froh, dass ich da nicht mehr dabei war!

Trotzdem Glückwunsch an den Sieger und die Platzierten! Ich wünschte, ich hätte Eure Beine.
Benjamin Paul

Fahrer:
Benjamin Paul

Tim Grundwald

Daniel Müller

Judith Lotz(mit gebrochenem Arm an der Strecke als Foto- und Winkmädchen)

Posted by: jedermannteamjenatec | April 13, 2010

Sachsenringradrennen

Der erste Renneinsatz des Jahres war für mich mein Heimrennen auf dem Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal am Ostersamstag. Bei 5 Grad und Wind starteten knapp 100 Renners über 15 Runden mit über 1000 Höhenmetern!Die Strecke ist ein einziges Auf und Ab, welches mir aber liegt und so konnte ich mich gut in Szene setzen. Mitte des Rennens attackierte ich um einem Sprint aus dem Weg zu gehen, zu viert kamen wir aber nicht allzu weit-denn die arrivierten Teams wie Westpoint, Univega und  DKV waren zahlenmäßig sehr stark vertreten und wollten natürlich gewinnen.  Dann attackierte Univega mit Wernicke und Loreck und nahm nur noch Sandro Kühmel mit . Diese machten den Sieg unter sich aus und ich konnte einen ausgezeichneten 8.Platz erkämpfen! Wäre nicht schlecht wenns so weitergeht…

Posted by: jedermannteamjenatec | April 8, 2010

Elbauerennen Klöden

Am Sa werden einige Fahrer des Jedermannteams Jenatec in die Rennsaison 2010 einsteigen. Das 72km lange und vollständig flache Elbauerennen in Klöden könnte der ideale Saisoneinstieg sein, wenn da nicht die starke Konkurenz durch die anderen Jedermannteams wäre. Bei den bisherigen Rennen herrschte bereits ein so hohes Niveau, dass für die Jenaer Fahrer eher der Spaß am Sport als Podiumsplätze im Vordergrund stehen werden. Der RSC Jena als ausrichtender Verein stellt für die Jenaer Jedermänner die Startplätze zur Verfügung und bekräftigt damit die Zusammenarbeit mit dem Jenaerradverein, der Träger des Teams ist.

Posted by: jedermannteamjenatec | April 5, 2010

Ende mit Schrecken und Ecken

Das ist ein CT Bild von meinem linken Arm.

Nach einer sinnlosen Verkettung von Zufällen und einer Verbremsung endete für mich das Trainingslager im Krankenaus. Für diese Aktion ist mir gar nichts passiert! Die üblichen nässendenWunden und gruselig blaue Hämatome, die überall verstreut auf mir zu finden sind. Blöd ist der 4fach Bruch der Elle, passiert, als der LKW mich auf die Schippe genommen und wie Superman durch die Luft gewirbelt hat.

Tja, das wars erst mal wieder mit meiner Karriere.Ich hoffe, dass es GANZ schnell heilt!

Judith

Posted by: jedermannteamjenatec | March 31, 2010

Trainingstage mit dem TUSPO Weende

Mit dem Göttinger Radverein Tuspo-Weende sind Benjamin und ich hier im Schuttertal, im Schwarzwald, und spulen Kilometer. Für mich ist eine neue Erfahrung mit “puren” Radsportlern on Tour zu sein und habe in den letzten drei aktiven Tagen schon provitiert!
Am ersten Tag, nach 6h Fahrt und Zeitumstellungs-”JetLag”, sind wir bei strömenden Regen 2h “eingerollt”. Das war sehr unangenehm, aber mit solch einem Start konnte es nur noch besser werden.
Montag versöhnlicher Sonnenschein. 130km im Schwarzwald sind nicht gleich 130km. Diese Tour lasse ich relativ unkommentiert stehen- nach 5h, 2000 Hm, mit lauter Anfängerfehlern im Sinne von Verpflegung und Einbeziehen der Höhenmeter in die Leistungseinschätzung, war ich total platt!!! Das war definitiv zu viel für mich! Benjamin hat die Tour schon etwas besser weggesteckt. Nunja- die Gegend ist trotzallem atemberaubend und idyllisch.

Am Dienstag, trotz miserabler Wettervorhersagen, eine wunderschöne 100km Runde, 1600 Hm,  mit anschließendem Koppellauf für mich und Benjamin hat sich die Kante gegeben und kam nach 5h erst wieder angerollt. Vorher musste er es beim Ortsschildsprint allen zeigen- mit Erfolg.

Diese Rund war wunderbar, um die Leistungsdiagnostik im Höhenbalance voll umzusetzten. An dieser Stelle nochmal Danke an Gunther und Torsten. Heute ist Ruhetag, Sonne und Regen. Heute früh habe ich mit den Jungs ein Rücken- und Stabitraining durchgeführt. Da bin ich mal nicht “hinterher gefahren”.

Leider ist bereits morgen schon der letzte richtige Trainingstag. Freitag geht es noch auf eine Radrennbahn. Ich bin skeptisch aber gespannt.

Die Tage hier waren/sind kurz, aber ein intensiver Input. Ich fühle mich jedenfalls immer besser, auch auf dem Rad. Benjamin explodiert hier förmlich.

Beste Grüße und hoffen auf Sonne

Benjamin & Judith

Posted by: jedermannteamjenatec | March 25, 2010

Laktattest der Dritte

Im Hinblick auf das kommende Kurz-Trainingslager im Schwarzwald habe ich mich heute Vormittag einer Leistungsdiagnostik im Höhenbalance Institut in Jena unterzogen. Ich bin ohne hohe Erwartungen auf das Rad gestiegen. Nach einerverletzungsreichen Saison 2009 und einem sehr späten Trainingsstart Ende Februar wollte ich mir den Spaß nicht von unrealistischen Wunschvorstellungen verderben lassen.
Vielen Dank an Torsten Hiekmann und Gunter Schwarz! Anschließend ist Torsten Hiekmann mit mir mein Testergebnis sehr detailiert durchgegangen und gab mir Trainingstips, wie ich meine Schwellen weiter verschieben kann- ein echter Profi. Kompentente Beratung, absolut empfehlenswert. Zudem ist es immer wieder angenehm, sich in den hellen Räumlichkeiten des professionell eingrichteten Höhenstudio aufzuhalten.
Nun habe ich schwarz auf weiß in welchen Bereichen ich mich im Schwarzwald, bei Sonnenschein (hoffentlich!!!), austoben kann.

Nachtrag:
Zu Hause, als ich die Werte mit denen vom Mai 2009 verglichen habe, musste ich erfreulicherweise eine kleine Leistungssteigerung feststellen (Wo die allerdings herkommen soll, ist mir schleierhaft. Aber ich freue mich riesig nicht bei null anfangen zu müssen). Gleichzeitig bedeutet dieser Test somit auch eine Wohltat für mein Selbstbewusstsein.;)

VG Judith

Posted by: jedermannteamjenatec | March 18, 2010

Teamrad

Aus einem Giant wird, simsalabim, ein S-Tethys. Dank Grafiker sind die Aufkleber Ton in Ton mit der übrigen Lackierung. Ich finds schick.

Danke an den Radladen

S-Tethys

aus Jena

Posted by: jedermannteamjenatec | March 17, 2010

Leistungsdiagnostik bei Höhenbalance

So, gestern absolvierte ich meine erste Leistungsdiagnostik überhaupt, obwohl ich schon “ewig” radfahre!
Ich war halt der Trainings-Selfmademann und habe mich auf meine Erfahrungen verlassen, was ebenfalls funktioniert-aber es geht besser!!!

Dank der überaus freundlichen und kompetenten Betreuung durch Gunter Schwarz vom Höhenbalance Studio in Jena war der Test aber eine sehr positive Erfahrung, die mir viel gebracht hat.
Der Stufentest an sich war schon hart, und die mehr als 20 Minuten kamen mir deutlich länger vor, aber hinterher ist wie immer alles halb so schlimm…
Jetzt heißt es nur noch die akribisch ermittelten Leistungs-und Pulsdaten in effektives Training umzusetzen und dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen…!
Arbeiten werde ich vor Allem an meiner Grundlagenausdauer, was mir bei dem doch deutlich wärmeren Wetter auch möglich ist und danach intensivere Einheiten absolvieren-und genau dies hätte ich sonst ohne den Test wohl falsch gemacht, d.h. zu zeitig zu intensiv trainiert!

Vielen Dank an das Höhenbalance-Team für die Top-Betreuung, ich komme gerne wieder und kann euch nur wärmstens weiterempfehlen!!!

Posted by: jedermannteamjenatec | March 13, 2010

Leistungsdiagnostik

Heute war Laktattest, aber ich hatte gelernt. Unter den wachsamen Augen von Torsten Hiekmann vom Höhenbalance Studio Jena absolvierte ich den ersten Leistungstest in dieser Saison und war aufgeregt wie vor dem ersten Rennen. Nachdem ich mich auf 2500m im Raum für Höhentraining eingefahren hatte, ging es los. Recht bittere 20 Minuten später wusste ich, dass die Aufregung umsonst war und sich die bisherige Vorbereitung ausgezahlt hatte. Mit einer satten Grundlagenausdauer und guten Schwellen geht es jetzt in zwei Wochen in den Scharzwald, wo längere intensive Einheiten anstehen.

Vielen Dank nochmal an Höhenbalance Jena für die gute Betreuung. Letztes Jahr war die Diagnostik bei Höhenbalance für mich der entscheidende Faktor für die erfolgreiche zweite Hälfte der Radsportsaison. Mal sehen ob sich das wiederholen lässt.

Ein Radio habe ich leider immer noch nicht!

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